Verhaltensanalysen sind der Schlüssel, wenn es darum geht, ein Verständnis dafür zu entwickeln, was die Nutzenden deines Produkts oder deiner Website brauchen. Doch wie lassen sich die kritischsten Trends im Nutzerverhalten identifizieren – oder wie kannst du erkennen, welche Ändernungen diese im Laufe der Zeit durchmachen?
Indem du Verhaltensanalysemetriken trackst, denn diese liefern dir Insights, die andere Forschungsmethoden nicht bereitstellen können.
Der folgende Leitfaden definiert Verhaltensanalysemetriken, erklärt ihre Relevanz und stellt die 13 wichtigsten Metriken rund um das Nutzerverhalten vor, die du tracken solltest, um bei deinen Kund:innen für Begeisterung zu sorgen.
Du erfährst außerdem, wie du Verhaltensanalysemetriken in Kombination mit anderen Analysetools und ‑techniken einsetzen kannst, um das Gesamtbild der Experiences, Motivationen und Bedürfnisse deiner Nutzenden zu erhalten.
Was sind Verhaltensanalysemetriken?
Verhaltensanalysemetriken sind quantitative Datenpunkte, die zeigen, wie sich Nutzende auf deiner Website bzw. in deiner App verhalten. Sie erfassen, wie User:innen scrollen, worauf sie klicken oder tippen und welche Aktionen sie gruppiert durchführen (oder eben nicht durchführen).
All das ist hilfreich, um Fragen wie die folgenden zu beantworten:
An welchen Stellen verlieren Nutzende die Orientierung oder entwickeln Frustration?
Welche Teile deines Funnels generieren das geringste Engagement?
Wie viel Prozent deiner Nutzenden schließen ein kostenpflichtiges Abonnement ab?
Wenn du diese Insights mit qualitativen Daten kombinierst – beispielsweise mit Daten aus Tools wie Session Replays und Antworten aus Surveys – dann entdeckst du genau, was User:innen von deiner Website oder deinem digitalen Produkt erwarten.
Was unterscheidet Verhaltensanalysen von traditionellen Analytics?
Herkömmliche Tools für Webanalysen (wie Google Analytics) wurden ursprünglich zum Analysieren von Traffic und Werbeausgaben entwickelt. Einige der von diesen Tools gemessenen Metriken verhelfen dir zu einem besseren Verständnis deines Nutzerverhaltens – aber sie werden dir nicht alles zeigen.
Traditionelle Analytics zeigen dir beispielsweise, wie viel Zeit Nutzende auf einer Seite verbringen, aber nicht, welche Aktionen sie dort generell durchführen.
Verhaltensanalysen ergänzen herkömmliche Analysemethoden um Strategien wie:
Analysen von Heatmaps, um herauszufinden, worauf Nutzende auf deiner Produktseite klicken,
abspielbare Aufnahmen von Sessions, um aufzudecken, was Nutzende tun, bevor sie beispielsweise einen Bezahlvorgang abbrechen,
Einsatz von Umfragen, um zu erfassen, wie Nutzende deine App in verschiedenen Phasen ihrer Journey wahrnehmen (und warum).
Diese Daten liefern dir wertvolle Insights zu den Wünschen deiner Nutzenden. Um jedoch zu verstehen, was genau User:innen brauchen (manchmal sogar bevor sie dies selbst wissen), musst du ihr Verhalten messen – und genau hier kommen Metriken ins Spiel.
Mit Verhaltensanalysemetriken identifizierst und trackst du Trends im Nutzerverhalten
All deine Nutzenden sind unterschiedlich, und du kannst selten (wenn überhaupt) alle ihrer Wünsche zu 100 % erfüllen. Durch die Erfassung wichtiger Metriken findest du jedoch heraus, welche Experiences und Bedürfnisse ihnen gemeinsam zugrunde liegen.
Zum Beispiel:
Bei deinem Checkout im E-Commerce-Bereich liegt eine hohe Exit-Rate vor, aber die hohe Anzahl an Wutklicks weist auf einen Bug oder ein Problem auf der Seite hin.
Nur 1 % der Nutzenden der Testversion deiner App durchlaufen eine Conversion – doch beim Untersuchen der Metriken stellst du fest, dass nur 20 % den Onboarding-Prozess überhaupt vollständig abschließen.
Nachdem du auf Grundlage dieser Insights Verbesserungen vorgenommen hast, erlaubt dir ein Blick auf die Metriken schließlich, den Impact deiner Maßnahmen zu tracken.
13 Verhaltensanalysemetriken, die du tracken und analysieren solltest
Analysetools sind äußerst flexibel. Es gibt unzählige Metriken, die dir dabei helfen könnten, deine Nutzeraktivität zu tracken. Die folgende Liste betrachtet die gängigsten (und nützlichsten) Tools in den Bereichen Website, E-Commerce und digitale Produkte.
Die besten Verhaltensanalysemetriken für Website-Analysen
Die folgenden Metriken zum Nutzerverhalten sind für jede Website, unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche, von entscheidender Bedeutung. Tracke diese Kennzahlen, um sicherzustellen, dass deine Online-Präsenz deinen Nutzenden stets die Experience bietet, die sie verdienen.
1. Durchschnittliche Session-Dauer
Die durchschnittliche Session-Dauer gibt an, wie viel Zeit Nutzende generell auf deiner Website oder in deiner App verbringen. Sie misst die Sessions eines jeden Nutzenden vom Betreten deiner Website bis zum Verlassen bzw. bis zur Inaktivität.
![[Visual] Session duration](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/7CLAfgCB4YMd0Rvl8fBhvL/b5b2cd76e8e6c19f76703b155eaa4ce9/session-duration.jpeg?w=750&q=85&fit=scale&fm=avif)
Ein Beispiel für eine 30-minütige Session eines Nutzenden
Die aggregierten Session-Zeiten werden dann durch die Gesamtzahl von Journeys geteilt, um die durchschnittliche Session-Dauer über alle Nutzenden hinweg (oder innerhalb eines Nutzersegments) zu erhalten.
Was dir die durchschnittliche Session-Dauer verraten kann
Die durchschnittliche Session-Dauer gibt Aufschluss darüber, wie intensiv sich Nutzende mit deinem Content auseinandersetzen. Generell gilt: je länger die Session-Dauer, desto besser. Denn dies weist darauf hin, dass Nutzende einen Mehrwert aus deinem Content oder deinem Service ziehen.
Auf Websites ist die durchschnittliche Session-Dauer kein exakter Messwert. Das liegt daran, dass Tools wie Google Analytics nur bis zu deiner letzten Interaktion messen können, also bis zu deinem letzten Aufruf einer neuen Seite innerhalb einer Website. Die Verweildauer auf der zuletzt besuchten Seite ist also nicht „sichtbar”.
Trotzdem handelt es sich um eine hilfreiche Metrik, deren Erhebung sich im Laufe der Zeit lohnen kann, um zu beurteilen, ob sich die Nutzenden mehr oder weniger intensiv mit deinem Content auseinandersetzen.
Tools zum Tracken der durchschnittlichen Session-Dauer
Diese Kennzahl findest du in Google Analytics sowie auf Plattformen für Product Analytics (PA) wie Contentsquare und Mixpanel.
2. Durchschnittliche Seitenverweildauer
Während die durchschnittliche Session-Dauer die gesamte Interaktion eines Nutzenden mit deiner Website misst, misst die durchschnittliche Seitenverweildauer den Durchschnitt der Zeit, die sie auf einer individuellen Seite verbringen. Diese Kennzahl istbesonders hilfreich, wenn die Performances von mehreren Seiten verglichen werden sollen.
Was dir die durchschnittliche Seitenverweildauer verraten kann
Diese Metrik lässt sich auf 2 Hauptarten verwenden:
Abschätzen, wofür sich Nutzende interessieren: Wenn ein bestimmter Blog-Beitrag einen höheren Score als andere aufweist, deutet dies darauf hin, dass deine Nutzenden ihn als besonders wertvoll empfinden.
Problematische Teile deines Funnels identifizieren: Auf Seiten, von denen du erwarten würdest, dass die Nutzenden sie sich länger durchsehen – z. B. bei ausführlichen Support-Artikeln –, könnte eine kurze durchschnittliche Seitenverweildauer bedeuten, dass der Content ihre Bedürfnisse nicht abdeckt.
Tools zum Tracken der durchschnittlichen Seitenverweildauer
Diese Metrik lässt sich mit Google Analytics und generell mit Webanalysetools tracken.
💡Profi-Tipp: Die durchschnittliche Seitenverweildauer kann schwer zu interpretieren sein – verlassen User:innen eine Seite schnell, weil sie Frustrationen entwickeln? Oder weil sie die benötigten Antworten früh gefunden haben?
Falls du Contentsquare verwendest, kannst du deine Untersuchung durch die Analyse von Heatmaps bereichern, um zu erkennen, wohin deine Nutzenden navigieren und scrollen. Du kannst auch ein Widget zur Feedback-Sammlung einrichten, um Besuchende direkt nach ihrer Meinung zu deinem Content zu fragen.
3. Exit-Rate
Die Exit-Rate misst, wie häufig Besuchende deine Website von einer individuellen Seite aus verlassen. Jede Seite deiner Website hat ihre eigene Exit-Rate, die als Prozentsatz angezeigt wird.
Wenn deine Produktseite also 100 Besuchende hat und 50 von ihnen deine Website von dieser Seite aus verlassen, beträgt die Exit-Rate der Seite 50 %.
Was dir die Exit-Rate verraten kann
Wenn du eine Funnel-Analyse durchführst, können dir Exit-Raten dabei helfen, all die Seiten zu identifizieren, die schlecht designt, fehlerhaft oder einfach nicht hilfreich für deine Nutzenden sind.
Bei manchen Seiten ist eine hohe Exit-Rate zu erwarten – etwa bei der Seite zur Kontaktaufnahme oder der Kaufabschlussseite, die „Vielen Dank für deinen Einkauf“ angezeigt. Hohe Exit-Raten auf Seiten, die Nutzende gezielt durch den Funnel weiterführen sollen, können allerdings auf ein Problem hinweisen.
Tools zum Tracken der Exit-Rate
Du kannst Exit-Raten in Google Analytics tracken oder mit Analysetools wie Contentsquare noch tiefer in die Materie einsteigen, wenn du mehr darüber erfahren willst, wo und warum Nutzende deine Website verlassen.
Analysiere Conversions und die Retention über mehrere Sessions hinweg, um zu erkennen, wo Nutzende abspringen. Klick dich dann zu den dazugehörigen Session Replays durch, um eine Aufnahme davon zu sehen, was genau sie vor ihrem Exit getan haben. Fokussiere dich auf die Ursache und darauf, welche Verbesserungen du diesbezüglich vornehmen kannst.
Erkenne mit Contentsquare, wo (und warum) Nutzende deine Website verlassen
4. Wutklicks
Wutklicks sind Klick- oder Tippbewegungen, die sich dadurch auszeichnen, dass Nutzende in schneller Folge mehrmals klicken bzw. tippen. Dieses Verhalten ist in der Regel ein Anzeichen für Frustration und legt typischerweise folgende Ursachen nahe:
User:innen begegnen Links, Buttons oder Seitenelementen, die nicht richtig funktionieren,
User:innen versuchen, auf ein Seitenelement zu klicken, das nicht anklickbar ist, oder
User:innen entwickeln Frustration, weil die Website bzw. App nicht schnell genug reagiert.
![[Visual] A rage click in action](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/78V6tpkNLhWnpYY3S4yX29/5e659434bbd3b7e999cfbb012f437484/pictures.gif)
Was dir Wutklicks verraten können
Da Wutklicks auf Frustration seitens der Nutzenden hinweisen, können sie dir dabei helfen, Probleme rund um die Seiten-Performance und das UX-Design (User Experience) zu identifizieren. Die Lösung dieser Probleme wird es dir ermöglichen, deine Kundenbindung zu verbessern, indem du Reibungsursachen auf deiner gesamten Website reduzierst.
Dazu kommt noch: Da Wutklicks manchmal auf nicht anklickbare Elemente getätigt werden, können sie dir auch Hinweise darauf geben, wovon deine Nutzenden mehr sehen möchten.
Tools zum Tracken von Wutklicks
Tracke Wutklicks mit den Features für Verhaltensanalysen von Contentsquare.
Filtere deine Session Replays so, dass nur User Journeys mit Wutklicks angezeigt werden. Dann kannst dir genauer ansehen, was konkret schiefgelaufen ist.
Session Replays liefern dir sofortige Insights, die aufdecken, wo Nutzende Schwierigkeiten haben. So kannst du die wirklich wichtigen Probleme auf deine Website beheben – schnell und in großem Umfang.
5. U-Turns
Ein U-Turn (auch Kehrwende genannt) liegt vor, wenn Nutzende kurz auf einen neuen Bereich deiner Website klicken, dann aber sofort wieder zur vorherigen Seite zurückkehren. Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass Nutzende Schwierigkeiten haben, die gesuchten Informationen auf deiner Website zu finden – vielleicht aufgrund eines schlecht gekennzeichneten Menüs oder eines defekten Links.
Was dir U-Turns verraten können
Das Tracken von U-Turns hilft dir auf 3 Arten, deine Website oder App zu optimieren:
Verwende Session Replays, um dir Journeys mit U-Turns erneut anzusehen (sodass du herausfinden kannst, warum genau Nutzende Schwierigkeiten hatten).
Achte auf hohe Anhäufungen von U-Turns auf bestimmten Seiten, um Fehler und Probleme ausfindig zu machen.
Betrachte die Gesamtzahl an U-Turns auf deiner Website als allgemeinen Indikator dafür, wie leicht navigierbar sie für deine User:innen ist.
Tools zum Tracken von U-Turns
U-Turns lassen sich mit Verhaltensanalyseplattformen gut tracken. Contentsquare beispielsweise erlaubt dir, Replays mithilfe von Filtern ausfindig zu machen, in denen U-Turns vorkommen.
Anschließend kannst du Journey Analysis verwenden, um dir ein vorgefertigtes Diagramm anzeigen zu lassen, das die jeweiligen Journeys der Nutzenden veranschaulicht, bevor sie bestimmte Seiten und Events erreichten und dann eine Kehrwende einschlugen.
Die Customer Journey Analysis von Contentsquare zeigt dir die wichtigsten Flows und erlaubt dir, Trends im Nutzerverhalten zu identifizieren
Die besten Verhaltensanalysemetriken für E-Shops
Die folgenden Metriken sind nicht nur im Bereich E-Commerce relevant, sondern auch extrem hilfreich, wenn du die Customer Experience deines Online-Shops verbessern möchtest.
6. Scroll-Tiefe
Die Scroll-Tiefe gibt an, wie weit Nutzende auf einer bestimmten Seite nach unten scrollen. Das ist hilfreich, wenn du herausfinden möchtest, ob Nutzende überhaupt weit genug scrollen, bis sie wichtige Seitenelemente wie z. B. CTA-Buttons (Call-to-Action) erreichen.
Allgemein lohnt es sich nicht, die Scroll-Tiefen von individuellen Nutzenden zu betrachten, sondern die aggregierten Werte, welche in Form von Heatmaps (speziell Scroll-Maps) visualisiert werden. Scroll-Maps decken auf, wie sich alle Besuchenden oder ein Segment deiner Zielgruppe bis zum unteren Seitenbereich bewegen.
Was dir die Scroll-Tiefe verraten kann
Scroll-Heatmaps sind nützlich, wenn du einen Trend im Nutzerverhalten identifiziert hast und die Gründe dafür erfahren möchtest.
Angenommen, eine deiner Produktseiten erzielt keine guten Conversion-Raten. Eine Analyse der Scroll-Maps zeigt, dass die meisten Besuchenden nicht weit genug nach unten scrollen, um deine Zahlungspläne zu sehen. Indem du dieses Element weiter nach oben auf der Seite verschiebst, könntest du mehr Nutzende zur Conversion animieren und somit deinen Umsatz steigern.
Tools zum Tracken der Scroll-Tiefe
Scroll-Heatmaps sind über Verhaltensanalyseplattformen verfügbar. Um Insights zu spezifischen Zielgruppensegmente zu erhalten, solltest du eine Plattform auswählen, die dir die Option gibt, deine Heatmaps nach bestimmten Nutzeraktionen zu filtern.
7. Bounce-Rate
Die Bounce-Rate ist der Prozentsatz von Nutzenden, die eine Seite besuchen und sie verlassen, ohne weitere gewünschte Aktionen durchzuführen.
Wenn z. B. 100 Nutzende auf deiner Homepage landen und 5 von ihnen die Homepage verlassen, ohne mit ihr zu interagieren oder weiter durch deine Website zu navigieren, beträgt die Bounce-Rate deiner Homepage 5 %.
Es mag zwar viele Gründe dafür geben, warum Nutzende an einer Seite quasi „abprallen” (auf Englisch: „to bounce off”), aber diese Metrik zeigt allgemein an, wie intensiv sich die Besuchenden mit deinem Content auseinandersetzen.
Was dir die Bounce-Rate verraten kann
Bei manchem Content, beispielsweise Blogs, kann eine hohe Bounce-Rate darauf hinweisen, dass Nutzende die Seite verlassen haben, weil sie die gesuchten Antworten schnell gefunden haben. Sie kann aber auch bedeuten, dass deine Nutzenden eben nicht die gewünschten Informationen auf deiner Seite finden – und diese darum woanders suchen.
Daher ist es hilfreich, die Bounce-Rate im Rahmen von bezahlten Werbekampagnen zu tracken. Wenn zu viele Nutzende an deiner Landingpage „abprallen”, liegen vermutlich ein unpassender Traffic, eine langsam ladende Website oder Content vor, der deinen Besuchenden nicht weiterhilft.
Tools zum Tracken der Bounce-Rate
Tracke diese Metrik über Google Analytics oder mit Produktanalyseplattformen wie Contentsquare.
![[Visual] Page metrics > Product Analytics](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/KJlFbIOKm6XBrOUky3XjO/248cb5a4f750bb47400856aa732cd0db/Product_Analytics_-_Conversion__2_.png?w=1082&q=85&fit=scale&fm=avif)
Mit Contentsquare lassen sich wichtige Webmetriken wie die Conversion-Rate nahtlos in dein Dashboard für Product Analytics integrieren
💡Profi-Tipp: Du bist dir nicht sicher, warum Nutzende deine Seite verlassen? Scroll-Maps zeigen dir, wie viel von der Seite sie tatsächlich lesen. Wenn du das noch genauer untersuchen möchtest, richte eine Umfrage ein, um bei deinen Besuchenden nachzuhaken, was sie sich von deinem Content wünschen.
8. Warenkorb-Erstellungsrate
Zu tracken, wie oft Besuchende Artikel in ihren Warenkorb legen, kann für E-Commerce-Unternehmen sehr aufschlussreich sein. Auch wenn Käufer:innen ihre Käufe nicht immer abschließen, vermittelt dir das eine Ahnung davon, wie viele Besuchende an deinen Produkten interessiert sind.
Was dir die Warenkorb-Erstellungsrate verraten kann
Mit dieser Metrik kannst du beurteilen, ob deine Optimierungsmaßnahmen rund um den Kaufprozess für deine Nutzenden erfolgreich sind. Auf jeden Fall solltest du die Anzahl der Klicks auf „In den Warenkorb“ mit der Anzahl der vollständig abgeschlossenen Käufe vergleichen.
Falls es dir gelingt, Reibungsursachen innerhalb des Kaufprozesses zu beseitigen, sollte sich die Differenz zwischen den beiden Werten mit der Zeit verringern.
Tools zum Tracken der Warenkorb-Erstellungsrate
E-Commerce-Plattformen wie Shopify und BigCommerce erfassen diese Metrik automatisch für dich. Und falls deine Verkäufe über eine mobile App ablaufen, werden Mobile-Analytics-Plattformen deine Warenkorb-Erstellungsrate tracken.
9. Warenkorb-Abbruchrate
Ein digitaler Warenkorb gilt als abgebrochen, wenn Besuchende einen Artikel zu ihm hinzufügen, diesen Kauf aber nicht abschließen. Dafür kann es zwar viele Gründe geben, aber häufig deutet es auf Reibung hin – beispielsweise auf einen Bug auf der Seite oder überraschend hohe Versandkosten.
Was dir die Warenkorb-Abbruchrate verraten kann
Jeder abgebrochene Warenkorb bedeutet Umsatzverlust. Als E-Commerce-Unternehmen solltest du daher die Anzahl von Warenkorb-Abbrüchen langfristig reduzieren. Suche nach Möglichkeiten, Reibung zu reduzieren und den Kundenservice zu verbessern. Überprüfe anschließend die Warenkorb-Abbruchmetrik, um den Erfolg deiner Maßnahmen einzuschätzen.
Tools zum Tracken der Warenkorb-Abbruchrate
Tracke diese Metrik über Google Analytics oder mit der E-Commerce-Analyseplattform deiner Wahl.
Die besten Verhaltensanalysemetriken für digitale Produkte
Die meisten der oben besprochenen Website-Metriken sind auch für die Analyse des Nutzerverhaltens auf Apps nützlich. Die folgenden Kennzahlen können dir jedoch zusätzliche Insights liefern, die sich speziell um digitale Produkte drehen.
10. Anmeldungen für Probeversionen
Wenn du dich bemühst, Kund:innen über eine kostenlose Testphase für dein Produkt zu interessieren, sind die Anmeldungen zu diesen Probeversionen eine der wichtigsten Metriken, die du tracken wirst. Nutzende von kostenlosen Probeversionen stehen kurz vor den letzten Phasen deines Verkaufs-Funnels, und jede einzelne dieser Personen gilt potenziell als zahlende Kundin bzw. zahlender Kunde.
Was dir Anmeldungen zu Probeversionen verraten können
Das Tracken von Anmeldungen zu Probeversionen zeigt, wie viele der Leute, die auf deine App stoßen, daran interessiert sind, sie auszuprobieren. Mithilfe dieser Daten kannst du erkennen, wie viele Nutzende eine Conversion zu zahlenden Kund:innen durchlaufen – und anschließend kannst du konkrete Maßnahmen umsetzen, um diese Conversion-Rate kontinuierlich zu verbessern.
Tools zum Tracken von Anmeldungen zu Probeversionen
Viele Unternehmen nutzen Google Analytics und Google Tag Manager, um bestimmte Events zu tracken. Eine Integration dieser Daten in Tools für Product Analytics bietet dir zusätzliche Optionen zur Analyse und Visualisierung dieser Metriken.
11. Mikro-Conversions
Bevor deine Besuchenden zu zahlenden Kund:innen werden, durchlaufen sie oft kleinere Meilensteine auf dem Weg zum Ziel, etwa:
das Ansehen einer Demo,
den Abschluss einer Onboarding-Sequenz oder
die Erstellung ihres ersten Berichts.
Es ist hilfreich, das Hauptziel – also die Conversion zu einem kostenpflichtigen Konto – als „Makro-Conversion“ zu betrachten, während du die kleineren Meilensteine als „Mikro-Conversions“ verstehen kannst.
Das Messen von Mikro-Conversions hilft dir, die Customer Journey besser zu verstehen und nachzuvollziehen, wie der Fortschritt der Nutzenden durch deinen Funnel abläuft.
Was dir Mikro-Conversions verraten können
Das Tracken von Mikro-Conversions hilft dir bei 2 zentralen Zielen:
herauszufinden, welche Bereiche deiner Website bzw. App Nutzende interessant finden,
zu identifizieren, welches die schwächsten Stellen innerhalb deines Funnels sind bzw. die Stellen, bei denen die Nutzenden noch am meisten Unterstützung benötigen.
Nehmen wir einmal an, Nutzende müssen 5 Aktionen nacheinander abschließen, bevor sie sich für ein kostenpflichtiges Konto anmelden. Da du diese Aktionen als Mikro-Conversions trackst, stellst du fest, dass die meisten Nutzenden nur die ersten 2 Schritte durchmachen – irgendetwas läuft also im 3. Schritt schief.
Nachdem du diese Schwachstelle identifiziert hast, kannst du weitere Nachforschungen anstellen, um herauszufinden, warum die Nutzenden hängen bleiben.
Tools zum Tracken von Mikro-Conversions
Tracke Mikro-Conversions über Google Analytics oder, falls du Contentsquare verwendest, über dein Product-Analytics-Dashboard.
Mit Contentsquare kannst du Mikro-Conversions – z. B. User-Klicks auf einen bestimmten Button – tracken, indem du diese als Events einrichtest und quantifizierst, an welchen Punkten die meisten Nutzenden abspringen.
Als Nächstes solltest du dir die dazugehörigen Session Replays und Heatmaps ansehen, um genauer zu erkennen, was deine Nutzenden tun.
![[Visual] Heatmaps & Engagements](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/7q4KlAZp8BvTjZLKa3yf5T/ad3512811b1c7a0b1c9d6846968c14d1/Heatmaps___Engagements.png?w=1002&q=85&fit=scale&fm=avif)
Contentsquare erlaubt dir, bestimmte Aktionen zu tracken, etwa Nutzerinteraktionen mit einem Banner
12. Conversion-Rate
In der SaaS-Branche (Software as a Service) ist die relevanteste Conversion-Rate der Prozentsatz an Nutzenden, die sich für ein kostenpflichtiges Konto anmelden. Je nach Geschäftsmodell können dich diese Nutzenden entweder von einem Probe-Account aus erreicht oder direkt ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen haben.
So berechnest du deine Conversion-Rate: Teile die Gesamtzahl der Anmeldungen für kostenpflichtige Konten durch die Gesamtzahl der potenziellen Interessenten (z. B. Leads, die sich für Probeversionen angemeldet haben). Multipliziere das Ergebnis mit 100, um den Prozentsatz zu erhalten.
Was dir die Conversion-Rate verraten kann
Eine hohe Conversion-Rate bedeutet, dass du Besuchende erfolgreich davon überzeugst, dass sich ein Bezahlen deiner App lohnt.
Dies ist eine deiner elementarsten Kennzahlen, wenn es darum geht, deine Einkünfte im Zeitverlauf vorherzusagen. Darüber hinaus hilft dir deine Conversion-Rate dabei, die Aspekte deines Funnels einzuschätzen, die sich auf Conversions auswirken – beispielsweise deine Preisseite und das App-Onboarding.
![[Visual] Monday.com example](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/2xzPWgXhoMN5zMGP7N0pwa/3ab834ec6674a2327905bf2aa4cb487c/Monday.png?w=946&q=85&fit=scale&fm=avif)
Wie viele SaaS-Unternehmen nutzt auch Monday eine Upgrade-/Preisseite, um Conversions zu fördern
Tools zum Tracken der Conversion-Rate
Dein Tool für die Zahlungsabwicklung protokolliert deine Neuanmeldungen zu kostenpflichtigen Abonnements. Du kannst diese Daten entweder in eine Produktanalyseplattform importieren oder Contentsquare deine Conversion-Rate sitzungs- und geräteübergreifend tracken lassen.
Als Beispiel: Wenn du Contentsquare zum Tracken von Product Analytics verwendest, kannst du Multi-Session-Conversions analysieren, um genau zu erkennen, wie viele Sessions im Durchschnitt nötig sind, bis Nutzende eine Conversion durchlaufen.
Du kannst auch das Funnel-Modul für die folgenden Erhebungen verwenden:
Messung von Conversions über mehrere Sessions hinweg,
Analyse von Top-Events zwischen einzelnen Schritten,
Identifizierung von Reibungsursachen zwischen einzelnen Schritten und
Vergleich der Auswirkungen verschiedener Nutzer-Events auf die Conversions.
Falls du einen Rückgang der Conversion-Rate bemerkst, solltest du prüfen, welche Zielgruppensegmente am stärksten betroffen sind. Anschließend könntest du eine Umfrage erstellen, um genau diese Segmente zu ihren Experiences zu befragen.
Contentsquares Surveys helfen dir dabei, die Gründe für sinkende Conversion-Raten an zentralen Eckpunkten deines Funnels zu untersuchen
13. Täglich aktive Nutzende
Die Metrik „Täglich aktive Nutzende“ (auch „Daily Active Users”, DAU) erfasst, wie viele Nutzende täglich aktiv mit deiner App interagieren. Diese Kennzahl eignet sich gut, um einzuschätzen, wie stark die Bindungskraft deiner App ist – also wie effektiv deine App Nutzende dazu bringt, sich auch nach der Anmeldung weiterhin mit ihr zu beschäftigen.
Diese Metrik ist allerdings subjektiv, da es keine offizielle Definition für aktive Nutzende gibt. Manche Unternehmen definieren aktive Nutzende als jede Person, die ihre App öffnet. Für andere wiederum sind dies nur Nutzende, die wichtige Aktionen ausführen, beispielsweise das Klicken auf ein zentrales Feature der App.
Was dir die DAU-Anzahl verraten kann
Aktive Nutzende sind das Lebenselixier deiner App – je mehr du hast, desto besser kannst du deine Umsätze und andere Wachstumsmetriken in die Höhe treiben. Dagegen kann ein Rückgang an aktiven Nutzenden den Erfolg deiner App stark gefährden.
Vor diesem Hintergrund hilft dir die DAU-Metrik, den allgemeinen Zustand deiner App hinsichtlich ihres Mehrwerts für deine Nutzenden auszuwerten. Das Tracken von DAUs erlaubt dir außerdem ein Urteil darüber, ob deine Änderungsmaßnahmen die App-Experience verbessert oder verschlechtert haben.
Hinweis: Du solltest in Erwägung ziehen, auch Berechnungen zu deinen wöchentlich aktiven Nutzenden (Weekly Active Users, WAU) und deinen monatlich aktiven Nutzenden (Monthly Active Users, MAU) anzustellen, um ein umfassenderes Bild davon zu erhalten, wie sich die Bindungskraft deiner App im Laufe der Zeit verändert.
Tools zum Tracken von DAUs
Welche Tools sich hierfür am besten eignen, hängt ganz von deiner Definition von DAUs ab:
Falls du DAUs einfach als jede Person definierst, die deine App aufruft, kannst du Google Analytics verwenden, um dir einen Überblick über alle (auch einmalige) Besuchende deiner App anzeigen zu lassen.
Falls du DAUs als Personen definierst, die bestimmte Aktionen ausführen, ist es vermutlich einfacher, spezialisierte Analysetools für mobile Apps wie Contentsquare zu verwenden.
Kombiniere die richtigen Daten für bessere Insights
Das analytische Tracken des Nutzerverhaltens ist unerlässlich, wenn du verstehen willst, was Nutzende von deiner Website oder deinem digitalen Produkt erwarten. Darüber hinaus können sich Kundenerwartungen – und auch das Angebot deiner Konkurrenz – schnell verändern. Die richtigen Metriken werden für dich aufdecken, wann und in welcher Hinsicht du dich anpassen musst.
Um deinen Nutzenden einen optimalen Service zu liefern, ist es oft allerdings notwendig, die erfassten Metriken gründlicher zu analysieren. Statte dich mit Tools aus, die sowohl qualitative als auch quantitative Daten erfassen, sodass du Gründen für gewisse Trends nachgehen kannst. So gewinnst du die besten Insights und schaffst Experiences, die deine Nutzenden immer wieder zurückbringen.
FAQs zu Verhaltensanalysemetriken
Der Messwert Time-to-Value (TTV) gibt an, wie lange es dauert, bis Software-User:innen den Mehrwert eines Produkts erkennen. Für SaaS-Unternehmen ist die TTV-Metrik wichtig, da sie Einfluss auf die Effektivität der Kundenbindung hat. Da „Mehrwert“ allerdings für jedes Unternehmen eine andere Bedeutung haben kann, gibt es keine einheitlich anerkannte Methode zur Messung dieser Kennzahl.
![[Behavior analytics] Metrics - Cover Image](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/438jQ5yR89yz9q5d4NjmmY/d1778700fbd831f141c6dd4dc498a82d/BLOG-SMB-survey-tools-5838317.jpeg?w=946&q=85&fit=scale&fm=avif)
![[Visual] Contentsquare's Content Team](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/3IVEUbRzFIoC9mf5EJ2qHY/f25ccd2131dfd63f5c63b5b92cc4ba20/Copy_of_Copy_of_BLOG-icp-8117438.jpeg?w=946&q=85&fit=scale&fm=avif)