Was ist eine gute E-Commerce Conversion Rate und wie kannst du deine optimieren?

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Andrea Stoica

April 21, 2022 | 4 min

Die Conversion Rate zählt zu den wichtigsten Metriken, um den Erfolg von E-Commerce Websites und Onlineshops zu messen. Aber was ist eigentlich eine “gute” E-Commerce Conversion Rate? Wie schneide ich im Vergleich zur Konkurrenz ab? Wie kann ich meine Conversion Rate steigern? Diese Fragen stellen sich viele Marketer und UX Teams, wenn es darum geht die Kampagnen für dieses Jahr zu planen oder Optimierungen auf der Website umzusetzen. 

In diesem Beitrag liefern wir dir eine Benchmark, damit du sehen kannst wo du stehst: Wir zeigen dir die durchschnittliche E-Commerce Conversion Rate im Jahr 2021 für verschiedene Branchen und geben dir gleichzeitig Tipps, damit du deine Conversion-Ziele erreichen kannst. 

Die Daten stammen aus unserem Digital Experience Benchmark Report 2022, in dem wir mehr als 46 Mrd. Benutzersitzungen auf der Basis von 12 Monaten Contentsquare-Daten von 3870 globalen Websites in 14 verschiedenen Branchen analysiert haben.

Die durchschnittliche E-Commerce Conversion Rate 2021

Im E-Commerce Bereich lag die durchschnittliche Conversion Rate 2021 bei 2,96%. Im Vergleich zur Conversion Rate über alle Industrien hinweg, die bei 2,3% lag, schneidet der E-Commerce also etwas besser ab. Einen deutlichen Unterschied sieht man bei den E-Commerce Conversion Rates nach Geräten. Mit 3% im Vergleich zu 1,6% konvertieren fast doppelt so viele Nutzer über Desktop als über Smartphones, obwohl im Schnitt 58% des gesamten Traffics von Mobilgeräten stammt. Es scheint also, als würden User das Smartphone häufig zum Browsen und Recherchieren nutzen, den Kauf aber letztendlich überwiegend über Desktop tätigen. 

 

– Durchschnittliche Conversion Rate nach Gerät für alle E-Commerce Branchen

Gerät  Durchschn. Conversion Rate

 

Desktop 3.0%

 

Mobile 1.6%

 

Die E-Commerce Conversion Rates 2021 nach Branchen

Der branchenweite Durchschnitt bietet einen ersten Anhaltspunkt, um deine eigene Conversion Rate einzuschätzen. Im Onlinehandel gibt es aber zahlreiche verschiedene Industrien, die aufgrund ihrer spezifischen Gegebenheiten auch unterschiedliche Conversion Rates erzielen. 

Sehen wir uns also an, wie die einzelnen Branchen im E-Commerce Bereich abschneiden.

 

– Durchschnittliche E-Commerce Conversion Rate 2021 nach Branche 

Branche Durchschn. Conversion Rate

 

Verbraucherelektronik 1,40 %

 

Mode 3,30 %

 

Lebensmittel 6,80 %

 

Gesundheit & Kosmetik 3,90 %

 

Haushalt & Einrichtung 2,80 %

 

Luxusgüter 1,10 %

 

Telekommunikation 0,50 %

 

Reise- & Gastgewerbe 3,90 %

 

 

Die Daten spiegeln deutlich den Einfluss der Pandemie wider: Lebensmittel zeigen mit 6,80% eine hohe Conversion Rate, denn viele Menschen haben ihre Einkäufe des täglichen Bedarfs auch dauerhaft ins Internet verlagert und bestellen Lebensmittel online. Auch der Tourismus weist in diesem Jahr mit 3,90% wieder eine überdurchschnittliche Conversion Rate auf, was darauf hindeutet, dass die Menschen nach der von Lockdowns und Einschränkungen geprägten Zeit wieder mehr verreisen. Die Branchen Telekommunikation und Elektronik schneiden mit 0,5% bzw. 1,40% weniger gut ab.

 

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Für noch mehr Insights, Daten und Analysen, lade dir den neuen 2022 Digital Experience Benchmark Report herunter! 

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So kannst du deine E-Commerce Conversion Rate optimieren

Benchmark-Daten helfen dir dabei deine eigene Performance einzuordnen und abzuschätzen, wie du im Vergleich zu anderen Unternehmen in deiner Branche abschneidest. Im nächsten Schritt gilt es nun die eigene Conversion Rate zu optimieren – Luft nach oben ist schließlich immer oder? Natürlich gibt es viele Möglichkeiten mehr Conversions zu erzielen und welche Maßnahmen bei deiner Website besonders erfolgreich sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein paar grundsätzliche Dinge solltest du aber immer im Blick haben, um deine Performance zu verbessern. 

1. Die mobile Customer Journey optimieren

Mobile Geräte sind nach wie vor ein wichtiger Teil der Onlinewelt, denn über die Hälfte des Traffics kommt noch immer von Smartphones. Die Conversion Rate von Mobilgeräten ist dennoch geringer als auf dem Desktop. Unternehmen sollten sich also ihre mobilen Customer Journeys genau ansehen und Reibungspunkte beseitigen. Sorge auf deiner mobilen Seite oder in deiner App für eine übersichtliche Darstellung, eine intuitive Navigation und einen reibungslosen Kaufprozess, um deine Nutzer auch auf mobilen Geräten zur Conversion zu bewegen. Pop-ups, Produkarrousels und andere große visuelle Elemente solltest du vermeiden oder für den kleineren mobilen Screen anpassen. 

2. Eine gute UX bereitstellen 

Wenn du deine Websitebesucher überzeugen möchtest, musst du eine gute User Experience auf deiner Seite bieten. Achte darauf, dass die Navigation einfach und gut strukturiert ist. Call-to-Actions sind dein wichtigstes Werkzeug, um User zu konvertieren. Sie sollten gut sichtbar platziert werden und eindeutig zu verstehen geben, wohin sie führen. Nutzt du Formulare auf deiner Seite gilt weniger ist mehr – inkludiere nur die wichtigsten Felder, um Nutzer nicht zu überfordern. Ein besonders wichtiger Punkt für eine positive UX ist die Ladezeit. Eine Verzögerung von nur einer Sekunde bei der mobilen Ladezeit kann die Conversion Rate um bis zu 20 % beeinträchtigen.

3. Für einen reibungslosen Check-out sorgen

Um die Conversion Rate zu verbessern, müssen Marken den digitalen Check-out-Prozess so einfach wie möglich gestalten. Liefere den Usern alle nötigen Informationen z.B. zu Zahlungs- und Liefermöglichkeiten zur richtigen Zeit und biete Transparenz sowie eine einfache Navigation durch die einzelnen Schritte. Während des Bestellvorgangs solltest du, den Kunden außerdem wissen lassen, dass du für ihn da bist und bereit ihm zu helfen. Wenn der Kunde zum Beispiel versucht, einen abgelaufenen Promo-Code einzugeben, könnte ein Pop-up-Fenster erscheinen, in dem ein neuer Code mit demselben oder einem besseren Rabatt angeboten wird.

4. Optimierungen priorisieren

Bei all den Möglichkeiten deine Website für mehr Conversions zu optimieren, wird deine To-Do-Liste schnell ziemlich lang. Identifiziere, welche Optimierungen den größten Einfluss auf deine Conversions haben, welche Fehler dich am meisten Umsatz kosten und welche Quick-Fixes sich besonders für dich lohnen. So kannst du die Anpassungen priorisieren, die wirklich einen Effekt auf deine Performance haben.

5. Den Kunden in den Mittelpunkt stellen

Wenn du möchtest, dass deine Websitebesucher konvertieren, musst du die Dinge aus ihrem Blickwinkel betrachten. Kundenzentrierung ist einer der größten Erfolgsfaktoren im E-Commerce. Passe nicht nur dein Angebot und deine Produkte auf die Bedürfnisse deiner Kunden an sondern auch deine Website und deine digitalen Erlebnisse. Durch gezielte Analysen der Customer Journey und Engagement-Metriken, Voice of the Customer oder A/B-Tests kannst du herausfinden, was deine Nutzer begeistert und was sie ganz und gar nicht mögen, um Optimierungen an ihren Wünschen und Bedürfnissen auszurichten. Biete z.B. verschiedene Zahlungs- und Liefermöglichkeiten zur Auswahl an, zeige Kundenbewertungen und wichtige Serviceinformationen gut sichtbar an, um das Vertrauen zu stärken und liefere auch online ein personalisiertes Einkaufserlebnis, das deine Kunden aus physischen Läden bereits kennen. 

E-Commerce Conversion Rate: Dran bleiben!

Diese Tipps sind ein guter Start, um deine Website zu optimieren und deine E-Commerce Conversion Rate zu steigern. Allerdings ist die Conversion Rate Optimierung kein Sprint sondern ein Marathon – um deine Conversion-Ziele zu erreichen, musst du dran bleiben und deine Seite kontinuierlich analysieren und mithilfe von regelmäßigen Tests weiter optimieren.