Das Bilden kleinerer Nutzergruppen oder ‑segmente liefert deinem Produktteam wertvolle Daten. Es ermöglicht es dir, Insights rund um die Identität deiner Nutzenden zu gewinnen, ihre Gemeinsamkeiten zu anderen Nutzenden zu erkennen, Zeitpunkte und Methoden ihres Zugriffs auf dein Produkt zu ermitteln sowie die Art und Weise aufzudecken, wie und warum sie mit deinem Produkt interagieren.
Das hilft dir dabei, eine tiefere Verbindung zu deiner breitgefächerten Zielgruppe aufzubauen und sie besser zu verstehen – was schließlich die (nicht ganz so geheime) Geheimzutat für eine personalisierte und wirkungsvolle User Experience (UX) ist.
Was ist die Nutzersegmentierung?
Segmentierung ist der Prozess, deine Nutzerbasis anhand gemeinsamer Merkmale, Verhaltensweisen, Bedürfnisse und Präferenzen in verschiedene Gruppen zu unterteilen. Wenn sie richtig durchgeführt wird, hilft sie dir beim Optimieren deiner Conversions, deiner Verkaufszahlen und generell deines Geschäftswachstums.
Menschen verlassen sich auf intuitive und wertschöpfende Experiences, um ihre Ziele zu erreichen – ob es nun darum geht, erfolgreich in Höchstform zu bleiben oder Design-Sprints effizient zu leiten. Die Nutzersegmentierung ist eine Möglichkeit, um solche Experiences bereitzustellen.
Welche Vorteile bietet die Nutzersegmentierung?
Das Segmentierungsmarketing geht mit zahlreichen positiven Ergebnissen einher. Im Folgenden zeigen wir dir einige ihrer Vorteile – und du erfährst anhand von Beispielen, wie du diese Praxis einfach in die Workflows deines Teams integrieren kannst.
1. Verbesserte Buyer Personas
Die Nutzersegmentierung erlaubt dir, deine Daten anhand festgelegter Kriterien zu filtern und so Insights zu gewinnen, mit denen sich deine Buyer Personas – halb-fiktive Profile deiner idealen Zielgruppe, die reale Daten und hypothetische Merkmale miteinander kombinieren – verfeinern lassen.
Stell dir beispielsweise vor, du hast eine Nutzer-Persona erstellt, die Produktmanager:innen (PMs) repräsentiert, und sie in weitere Segmente unterteilt. Nach der Analyse historischer Daten eines Segments, das aus erstmals als PMs tätigen Millenials besteht, würdest du die Produktmanager-Persona wie folgt aktualisieren:
Altersspanne auf 30- bis 50-Jährige erweitern, um auch jüngere PMs einzubeziehen (das Durchschnittsalter von PMs in den USA beträgt z. B. 39 Jahre), und
Nuancen im Kaufverhalten berücksichtigen, um die Vorliebe dieses Segments für das Testen neuer Produkte, Tools und Features nach ihrer Veröffentlichung abzubilden.
🚀 Starte deine Nutzersegmentierung mit Contentsquare
Während Segmente Nutzer-Insights für Personas liefern, dienen letztere wiederum als Ausgangspunkt für den Segmentierungsprozess. Hier zeigen wir dir, wie du die Nutzersegmentierung mit Contentsquares Tools für Experience Analytics implementierst:
Starte eine Nutzer-Persona-Umfrage: Nutze unsere Bibliothek mit über 40 vorgefertigten Umfragevorlagen oder erstelle deine eigene mit AI. So bringst du mehr über deine Nutzenden in Erfahrung, warum sie dein Produkt verwenden und welche Ziele bzw. Hindernisse sie vor sich haben.
Erstelle Segmente basierend auf deinen Personas: Wende das passende Nutzersegmentierungsmodell an (wir werden das weiter unten in diesem Leitfaden und auch im nächsten Kapitel genauer erläutern).
Verfeinere deine Nutzersegmentierung mit Contentsquare: Öffne erneut Contentsquare und filtere deine quantitativen und qualitativen Daten über die zonenbasierten Heatmaps, Session Replays und Journey Analysis nach Segmenten, um deine Nutzenden besser zu verstehen.
Führe Nutzerinterviews durch: Erhalte tiefgründigere Insights, indem du direkt mit deiner Zielgruppe sprichst (du kannst diese aus einem Pool von über 200 000 Teilnehmern über das Interview-Feature ausfindig machen).
Erstelle segmentierte Kampagnen: Übertrage die relevanten Verhaltens-Insights in deine Hauptsegmente innerhalb deines CRM-Systems (Customer Relationship Management) über die Contentsquare- und HubSpot-Integration.
![[Visual] User persona survey](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/O1EiK45mq6WkEyl4EZ8xG/76dca8ddf84413ba0d7c4926c2db864b/Screenshot_2025-01-02_at_10.25.28.png?w=727&q=85&fit=scale&fm=avif)
Mit Contentsquare ist es sehr unkompliziert, eine Nutzer-Persona-Umfrage zu starten: Wähle eine von über 40 Umfragevorlagen oder erstelle deine eigene mithilfe von AI
2. Maßgeschneiderte User Experiences
Ein Bewusstsein für jedes einzelne Segment hilft dir dabei, Experiences zu personalisieren – und schließlich konzentriert sich die UX-Personalisierung darauf, Features oder Lösungen bereitzustellen, die den Bedürfnissen der Menschen in ihrem jeweiligen Tätigkeitskontext entsprechen.
Nachfolgend findest du Beispiele dafür, wie du die UX deines Produkts an die Wünsche und Motivationen eines Segments anpassen kannst:
Richte unterschiedliches Messaging für neue und wiederkehrende Nutzende ein, z. B. eine Fitness-App, die neuen Nutzenden den Anmeldebildschirm und wiederkehrenden Besuchenden einen Begrüßungsbildschirm anzeigt.
Vermarkte relevante Produkte an bestimmte Nutzersegmente, z. B. eine Budget-App, die lifestylebasierte Kreditkarten für junge Berufstätige im Alter von 21 bis 30 Jahren anbietet.
💡Profi-Tipp: Das Zuschneiden der UX geht über das reine Produkt hinaus. Deine Content- und CX-Teams können die Segmentierung nutzen, um die Kundenfreude zu verstärken, etwa indem sie personalisierte Follow-up-E-Mails versenden und ein Live-Chat-Feature für Warenkorbabbrecher anbieten, um Probleme beim Bezahlvorgang ans Licht zu bringen.
3. Steigerung von Nutzer-Engagement und Produktakzeptanz
Durch die gezielte Ansprache von Kundensegmenten kannst du deinen Nutzenden kontextgerechte Tools und Features vorstellen, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie sich mit deinem Produkt auseinandersetzen und es als festen Teil ihres Alltags akzeptieren.
Die Engagement-Metrik misst, wie oft Nutzende mit deinem Produkt interagieren. Je höher das Engagement, desto besser. Letztendlich ist dein Ziel, dass deine wiederkehrenden Besuchenden die Akzeptanzphase erreichen – also die Phase, in der sie dein Produkt aktiv und regelmäßig einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen.
Beispielsweise kannst du Segmente basierend auf dem Engagement-Grad erstellen, wobei du niedrigsten Werte als „gefährdet“ und die höchsten als „Power-User:innen“ einstufen könntest. Anschließend solltest du einige Session Replays über Contentsquare ansehen, nach Segmenten filtern und prüfen, ob diese Nutzergruppen auf Blockaden der Produktakzeptanz stoßen. Dabei kannst du zusätzliche Insights wie die folgenden erhalten:
„Gefährdete” Nutzende ignorieren einige Dashboard-Elemente, während „Power-User:innen” die meisten dieser Elemente im Laufe aktiver Sessions erkunden, was nahelegt, dass dein Dashboard überprüft und neu gestaltet werden sollte.
Die Mehrheit der „gefährdeten” Nutzenden empfindet ein bestimmtes Feature als einschüchternd, wenn sie es zum ersten Mal benutzen. Das sollte dich dazu veranlassen, Tooltipps einzublenden, die die Funktionsweise dieser Features erklären.

Wenn du deine Session Replays nach Nutzersegmenten sortierst, erkennst du vielleicht Verhaltensmuster, die dir zu einem besseren Verständnis deiner UX verhelfen
💡Profi-Tipp: Wenn eine deiner digitalen Plattformen eine App umfasst, wäre eine gängige Taktik zur Steigerung des Engagements das Erstellen eines Nutzersegments, welches deine App schon länger nicht mehr geöffnet hat, um diesen Nutzenden eine Push-Benachrichtigung zu senden. Mit Contentsquare kannst du den Impact von Push-Benachrichtigungen analysieren, sodass du deine Strategie zur (erneuten) Nutzeransprache verfeinern kannst.
![[Visual] Visualization of push notifications in Heap](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/2LvuogKV2td8xPSGVUwQbs/24acad2414cdb39183770785c1cfb063/SCR-20241028-oxgj.png?w=1280&q=85&fit=scale&fm=avif)
Erhalte eine visuelle Darstellung davon, welche Push-Benachrichtigungen am erfolgreichsten beim erneuten Engagement von inaktiven Nutzenden sind
4. Optimierte Priorisierung des Backlogs
Durch das Einholen von Feedback aus verschiedenen Segmenten kannst du gemeinsame Themen und Muster erkennen und deren Impact mit den Backlog-Elementen auf deiner Prioritätenliste abgleichen.
Durch die Priorisierung werden die Features, Updates und Fehlerbehebungen hervorgehoben, die für deine Benutzenden besonders wichtig sind, sodass du Ressourcen besser aufteilen und Geschäftsziele effektiv erreichen kannst.
So solltest du etwa jene Probleme priorisieren, die von zentralen Nutzersegmenten in ihrem Feedback erwähnt werden, wie in den folgenden Beispielfällen:
sich häufende Anfragen zur Behebung eines wiederkehrenden Problems, bei dem das Anklicken eines Features zur Schließung einer digitalen Banking-App führt, oder
wiederholte Kommentare zur Notwendigkeit einer nahtlosen Integration von Drittanbietertools innerhalb einer Projektmanagementplattform.
🪲Profi-Tipp: Mit Contentsquare kannst du deinen Backlog an Fehlerbehebungen ganz einfach priorisieren. Nutze Error Analysis zur Segmentierung deiner Fehlerdaten.
Das Tool erstellt Segmente von Nutzenden, die einen bestimmten Fehler erlebt bzw. nicht erlebt haben. Zudem kannst du Segmente basierend auf beliebigen Seiten oder spezifischen URLs erstellen. Sobald du das Segment ausgewählt hast, das dem Fehler begegnet ist, erhältst du Zugriff auf ein Panel mit Schlüsseldaten – z. B. wie häufig, wann und auf welchen Geräten der Bug aufgetreten ist. Du kannst außerdem Session Replays ansehen, die dir genau anzeigen, wie der Fehler auf dem Bildschirm deiner Nutzenden aussah.
![[Visual] Error analysis](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/4s3t9xFoi0nadutAh9rwuG/562616cef726e2ddc7f7884314dfeb63/Error_analysis.png?w=1280&q=85&fit=scale&fm=avif)
Du erhältst eine übersichtliche Liste aller Fehler auf deiner Website und ihrer Häufigkeit
📕Fallstudie: Wie DFS Contentsquare nutzte, um Bugs bei ihrer Plattformumstellung zu beseitigen Als DFS, der führende Sofahandel im UK, beschloss, seine 20-seitige Frontend-Plattform neu auszurichten, waren Startschwierigkeiten unvermeidlich. James Vernon, Head of Online bei DFS, meldete das Unternehmen bei Contentsquare an, um alle potenziell auftretenden Fehler zu identifizieren. Glücklicherweise half Error Analysis dem Unternehmen dabei, API-Bugs in dem Moment zu identifizieren, als sie auftraten. Das erleichterte auch die Priorisierung der Fehler, die zuerst angegangen werden sollten.
„Dank Contentsquare konnten wir den Fehler sofort erkennen und innerhalb weniger Tage beheben.“
Insgesamt identifizierte und behob das Team 9 API-Fehler nach der Umstellung der Plattform – darunter ein entscheidendes Problem beim Bezahlvorgang, welches das Unternehmen beinahe viel Geld gekostet hätte.
5. Verbesserte Retention
Da die Segmentierung dazu beiträgt, eine personalisierte UX zu ermöglichen, begünstigt sie auch die Zufriedenheit verschiedener Nutzergruppen.
Kundenzufriedenheit und ‑treue entstehen dadurch, dass ein Produkt konkrete Bedürfnisse erfüllt und Kund:innen es darum regelmäßig nutzen, was ein Zeichen dafür ist, dass deine Retention-Rate nach oben schwingt.
Beispiele dafür könnten wie folgt aussehen:
Science-Fiction-Fans erhalten von ihrem Streaming-Dienst maßgeschneiderte Filmempfehlungen, die ihren Interessen entsprechen und ihnen ein Gefühl von besonderer Aufmerksamkeit seitens der Plattform vermitteln.
Modebewusste Käufer:innen erhalten einen individualisierten Feed von einem Online-Händlers, der ihnen die neuesten Modetrends, exklusive Previews und einen frühzeitigen Zugang zu limitierten Kollektionen präsentiert.
💡 Profi-Tipp: Um zu verstehen, wie du die Retention (Kundenbindung) deiner wichtigsten Kundensegmente erhöhen kannst, führt kein Weg daran vorbei, mit ihnen direkt ins Gespräch zu kommen.
Das Interview-Feature automatisiert die Terminplanung deiner Kundeninterviews und bietet eine sichere Plattform für ihre Durchführung. Während du dich mit deinen Kund:innen triffst, zeichnet die Software die Gespräche auf, transkribiert sie und erstellt Notizen für dein Team – ein Kinderspiel.
Auf diese Weise erhältst du die nötigen Insights, um Kundensegmente zufriedenzustellen und sie langfristig an dein Unternehmen zu binden.
![[Visual] Interviews](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/OJv8U4tcGgzOA6jCrQLif/5265dac22d4eb60c9ae1896e0dac8adb/User_interview.png?w=958&q=85&fit=scale&fm=avif)
Interviews von Contentsquare machen es einfacher, mit deinen Kund:innen ins Gespräch zu kommen und die benötigten Insights zu gewinnen
Welche verschiedenen Modelle der Nutzersegmentierung gibt es?
Wähle das richtige Nutzersegmentierungsmodell für deine Analyse aus. Hier findest du eine (nicht vollständige) Liste an Modelloptionen und deren Kriterien zur Einteilung von Personen:
Demografische Segmentierung: bevölkerungsbezogene Merkmale wie Alter, Einkommen, Bildungsniveau, Berufsbezeichnung und Familienstand.
Firmografische Segmentierung: organisationsbezogene Merkmale wie Branche, Unternehmensgröße, monatlicher Umsatz, Mitarbeiterzahl und Geschäftsstandort.
Geografische Segmentierung: standortbasierte Segmente nach Land, Bundesland, Stadt und Gemeinde.
Psychografische Segmentierung: psychologische Merkmale wie Ziele, Interessen, Einstellungen und Werte.
Technologische Segmentierung: tool- oder technikbasierte Faktoren wie genutzte Hardware, Software, Browser und Integrationen.
Verhaltensbasierte Segmentierung: Verhaltensmuster wie besuchte Seiten, Kaufgewohnheiten und Reibungsanzeichen (z. B. Wutklicks und Frustration-Scores).
Bedarfsorientierte Segmentierung: gemeinsam geteilte Anforderungen wie Präferenzen, Pain Points, Probleme und Motivationen.
Wertbasierte Segmentierung: wirtschaftsbasierte Merkmale wie ethischer Konsum und Nachhaltigkeitsverpflichtungen.
Erstelle aussagekräftige Segmente, um eine personalisierte, unvergessliche UX zu ermöglichen
Indem du aussagekräftige Segmente erstellst und die Tools von Contentsquare ausnutzt, kannst du eine User Experience bieten, die all den Bedürfnissen und Erwartungen deiner vielfältigen Zielgruppe entspricht. Sammle Insights zur Customer Experience über verschiedene Demografien, Firmendaten, Standorte, psychologische und technische Profile, Verhaltensmuster, Bedürfnisse und Werte hinweg, um ein Produkt zu liefern, das bei jedem einzigartigen Segment Anklang findet.
Ein letzter Hinweis zum Schluss: Bleib stets neugierig, denn die Nutzersegmentierung ist ein langfristiges, fortlaufendes Commitment.
FAQs zur Nutzersegmentierung
Die Nutzersegmentierung ist der Prozess, bei dem Nutzende anhand gemeinsamer Merkmale gruppiert werden, mitunter auf Basis charakterlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen (ein Beispiel: verhaltensbasierte Segmentierung). Das erlaubt es Produkt- und Marketingteams, Features und Strategien zu entwickeln, die den spezifischen Bedürfnissen jeder Gruppe gerecht werden, was letztlich das Engagement verbessert und höhere Geschäftsergebnisse bewirkt.
![[Guide] [User segmentation] Homepage Cover](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/53sOKQ0v1wuBATrABpN3zA/d7ca98630c3f6267df7a6b9b507eea17/pexels-fauxels-3184639.jpg?w=1280&q=85&fit=scale&fm=avif)
![[Visual] Contentsquare's Content Team](http://images.ctfassets.net/gwbpo1m641r7/3IVEUbRzFIoC9mf5EJ2qHY/f25ccd2131dfd63f5c63b5b92cc4ba20/Copy_of_Copy_of_BLOG-icp-8117438.jpeg?w=946&q=85&fit=scale&fm=avif)

