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Verdopplung der Conversions: So optimierte KTM erfolgreich seine Plattform für Test Rides

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Andrea Stoica

Dezember 10, 2021 | 3 min

Wenn es um die Optimierung von Web Performance und Conversion Rate geht, denken Brands oft an große Redesigns und Umstrukturierungen auf ihrer Website. Dabei können meist schon kleine Anpassungen der UX einen großen Effekt erzielen. Patrizia Faschang, Geschäftsführende Gesellschafterin bei der webdots GmbH, erklärte bei unserem letzten CX Circle, wie sie und ihre Agentur durch verschiedene kleinere Änderungen die Conversion Rate bei Probefahrten der Motorradmarke KTM um 100% steigern konnten. 

Patrizia und ihr Team arbeiten seit 2012 mit KTM und sind für die Bereiche Tag Management, SEO, DSGVO, Implementierung der Mobility ID und auch für das Thema Analytics verantwortlich. 

Test Rides als wichtige Conversion

KTM, bekannter Motorradhersteller aus Österreich, vertreibt seine Motorräder mittlerweile weltweit. Der Verkauf an den Endkunden erfolgt dabei in der Regel über Zwischenhändler, einen eigenen Onlineshop hat die Brand nicht. Ein wichtiger digitaler Touchpoint mit den Kunden und relevante Conversion auf der Website, ist daher die Buchung einer Probefahrt. Dafür hat die Marke eine Plattform implementiert, über die Endkunden in Europa und Japan ihre Probefahrt online buchen können – mit dem gewünschten Motorrad, bei dem gewünschten Händler und zur gewünschten Zeit. Auf dieser Plattform wurde von Patrizia und ihrer Agentur ein hohes Optimierungspotenzial gesehen und daher eine tiefgehende Analyse gemeinsam mit dem Team von Contentsquare durchgeführt. Die in Contentsquare gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend in Hypothesen überführt. Um diese Hypothesen zu verifizieren haben wir gemeinsam mit KTM und unserem Partner Kameleoon A/B-Tests durchgeführt – mit Erfolg, wie die nachfolgenden Beispiele zeigen.

Buchungsplattform für Probefahrten bei KTM

Start-Screen der Test Ride Buchung bei KTM

 

Reibungspunkte bei der Händlerauswahl

Die Analyse mit Contentsquare zeigte, dass es verschiedene Startpunkte gibt, bei denen die User auf der Test Ride-Plattform einsteigen. Der Großteil der Nutzer gelangt aber über die KTM Modellseiten zur Probefahrt, dabei sind Land und das entsprechende Bike bereits vorausgewählt. Das Team sah sich dann genauer an, bei welchem Buchungsschritt die meisten Besucher abbrechen und stellte fest, dass die Auswahl des Händlers die meisten Reibungspunkte aufwies. 

Conversion Funnel beim KTM Test Ride

Conversion Funnel der Buchungsplattform bei KTM: Nur 5% der Nutzer gelangen von der Händlersuche zum nächsten Schritt. 

 

Mithilfe der Verhaltensdaten und Session Replays von Contentsquare analysierte das Team also diesen Buchungsschritt genauer. Sie entdeckten, dass 75% der User zwischen 3,5 und 9,5 Sekunden bis zum ersten Klick auf der Seite brauchten, was relativ lange ist. Diese Information wies darauf hin, dass die Nutzer nicht wussten, was sie auf der Seite machen sollten und wo sie ihre Informationen eintragen sollten, um weiterzukommen. 

 

Einfache UX Anpassungen mit großem Effekt

“Die Lösung für die Probleme bei der Händlersuche war relativ einfach”, sagt Patrizia. Das Feld wurde zentriert und es wurde ein Search Icon darin platziert, um besser zu verdeutlichen wo nach dem Ort bzw. dem Händler gesucht werden muss. Allein diese kleinen Änderungen führten dazu, dass Besucher im Schnitt nur noch 2 Sekunden bis zum ersten Klick auf der Seite benötigten und somit schneller ans Ziel kamen.

 

UX Anpassungen bei der Händlersuche von KTM

Kleine UX Anpassungen führten zu einer wesentlich kürzeren Zeit bis zum ersten Klick. 

 

Das war aber nur ein Beispiel von vielen: Patrizia hat noch weitere Optimierungen an der Buchungsplattform für Test Rides von KTM vorgenommen, wie z.B. das Einfügen einer Zusammenfassung der bisher gewählten Optionen oder eine klickbare Navigation der Schritte. All diese kleinen Anpassungen führten insgesamt zu einer Steigerung der Conversion Rate um 100%. 

Nach diesem Erfolg plant das Team bereits weitere Bereiche der Website zu Optimieren, wie etwa die essentielle Modellseite der Brand. 

Patrizia fasst zusammen, warum sie sich schon auf die weiteren Analysen freut: “Früher war es immer sehr schwierig, da Entscheidungen getrieben waren von Design oder persönlichen Meinungen. Jetzt können wir Entscheidungen datengetrieben treffen, was viel mehr Spaß macht und auch Kehrtwenden vermeidet.”

 

Alle Details zum Case und der Vorgehensweise findest du im Video von Patrizias Vortrag: