Was du über die Website-Analyse wissen musst

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Andrea Stoica

Oktober 26, 2022 | 4 min

Warum Webanalyse? Weil sie enorm wichtig ist für den Erfolg deiner Website. Je mehr du über das Nutzerverhalten weißt, desto besser kannst du deine Seite optimieren. Eine gründliche und regelmäßige Website-Analyse ist Voraussetzung, um etwa die Conversion Rate zu steigern, die Bounce Rate zu optimieren, die Reichweite zu erhöhen und deine Marketing-Maßnahmen zu kontrollieren. Anders gesagt: Begeisterte Nutzer, die fröhlich konvertieren, sind meist das Resultat einer vernünftigen Website-Analyse. Hier erfährst du, warum eine Website-Analyse so wichtig ist und bekommst die wichtigsten Kriterien dafür. Außerdem stellen wir dir Website-Analyse-Tools vor und erläutern weitere Aspekte rund um das Thema „Wie kann ich meine Website analysieren?“

Website-Analyse-Kriterien: Was für die Analyse wichtig ist

Erkenntnisse über deine Website gewinnst du aus der Beobachtung unterschiedlicher Kriterien. Es gibt zahlreiche Aspekte, die du bei deiner Website-Analyse im Blick haben solltest, unter anderem zählen dazu:

  • Traffic-Zahlen und Traffic-Quellen
  • Bounce Rate und Exit Rate
  • Usability
  • Conversion Rate
  • Analyse der kompletten Customer Journey
  • Keyword Ranking
  • Qualität des Contents
  • Ladegeschwindigkeit

Wichtig ist, dass du die Website-Analyse und entsprechende Optimierungen regelmäßig vornimmst. Denn die Website-Analyse ist niemals abgeschlossen, sondern immer ein dynamischer Prozess. Inhalte, Technik, Nutzerverhalten sind nicht statisch. Daten zu den jeweiligen Metriken liefert dir ein Website-Analyse-Tool.

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  • Detaillierte Analyse des Nutzerverhaltens
  • Teile die Erkenntnisse mit dem gesamten Team
  • Effiziente Fehlerbehebung durch gezielte Insights
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Welche Webanalyse-Tools gibt es?

Auf dem Markt gibt es jede Menge Website-Analyse-Tools – darunter auch kostenlose. Wir beleuchten zwei gängige Tools, mit denen du deine Website analysieren kannst.

Website-Analyse mit Google Analytics

Google Analytics ist eines der meistgenutzten Analyse-Tools. Per Tracking-Code werden jede Menge detaillierte und aufschlussreiche Daten über das Nutzerverhalten ermittelt und übersichtlich dargestellt. Einige Beispiel der Funktionen von Google Analytics:

  • Echtzeitberichte geben live Auskunft über die Website-Nutzung
  • Akquisitionsberichte zeigen woher deine Nutzer kommen
  • Interaktionsberichte zeigen, welcher Content Interaktionen und Conversions bringt
  • Erkenntnisse über Nutzeranzahl, Verweildauer, Absprünge
  • Aufschlüsse über Keywords mit denen deine Seite gefunden wird
  • Du erfährst, mit welchen Browsern deine Seite genutzt wird
  • Detaillierte Nutzeranalyse – untersuche das Verhalten definierter Zielgruppen

Zudem kannst du Google Analytics mit anderen Google-Produkten kombinieren – wie etwa Google Ads oder Google Cloud. Neben einer kostenfreien Basisversion gibt es eine kostenpflichtige Google Analytics-Version: Google Analytics 360. Diese Version ist insbesondere auf größere Firmen zugeschnitten. Zu den Benefits der Bezahlversion zählen unter anderem mehr Datenaktualität und -quantität, Erstellung von separaten Ansichten für verschiedene Länder oder Produktlinien, Support sowie einige erweiterte Analysefunktionen.

Google Analytics: Starke Website-Analyse – Kritik am Datenschutz

Die umfangreichen Funktionen sind der Grund warum Google Analytics so beliebt ist. Doch es gibt auch Kritikpunkte, die vor allem das Thema Datenschutz betreffen. Datenschutz-Aufsichtsbehörden der EU lehnen das Tool ab, da durch den Einsatz von Google Analytics personenbezogene Daten an Google-Server in die USA übertragen werden. „Weiterhin behält sich Google vor, die Daten auch für eigene Zwecke weiter zu verarbeiten. Die Einbindung dieses Dienstes kann in den meisten Fällen rechtlich nicht begründet werden. Alternativen zu Google Analytics sind am Markt verfügbar. Die alternativen Produkte können bestenfalls auf dem eigenen Server eingerichtet werden. Die verantwortliche Stelle behält somit die Hoheit über die Daten“, heißt es etwa beim Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI).

Wenn du keine Alternative zu Google Analytics nutzen willst, solltest du deine Datenschutzhinweise entsprechend gestalten. 

In einem Gastbeitrag des Bundesverbands Industrie Kommunikation vom Juni 2022 rät Wirtschaftsjuristin Dr. Evelyne Sørensen von Google Analytics ab: „Aus unserer Sicht ist der Einsatz von Google Analytics derzeit nicht rechtskonform möglich“, heißt es in dem entsprechenden Artikel. Demzufolge müssten US-Unternehmen ihre Dienste technisch anpassen, damit sie mit der DSGVO konform seien.

Google Analytics-Alternative: Website-Analyse mit Matomo

„Volle Kontrolle über die Daten und den Schutz der Privatsphäre“ – so bewirbt Matomo (ehemals Piwik) sein Website-Analyse-Tool, das 100% DSGVO-konform sei. Laut einer Erhebung von W3Techs ist Matomo hinter Google Analytics das meist verwendete Website-Analyse-Tool für .de-Domains. Im Großen und Ganzen ist Matomo in puncto Funktionsumfang und Design vergleichbar mit Google Analytics, kann aber auch lokal auf dem eigenen Server installiert werden – was den erhöhten Datenschutz bringt. Wenn du Matomo auf deinem Server verwendest, ist es in der Grundversion kostenlos. Zusätzliche Features kannst du für die Open Source Software kostenpflichtig hinzubuchen. Beispielsweise Funnels, A/B-Testing oder Session Recordings.

Gut zu wissen: Umsteiger von Google-Analytics können ihre Daten in Matomo importieren.

Website-Analyse tunen: Digital Experience Analytics

Digital Experience Analytics hebt deine Website-Analyse aufs nächste Level. Denn neben den üblichen Auswertungen der gängigen Website-Analyse-Tools, bekommst du durch die Digital Experience Analytics noch eine höhere Detailtiefe zum Nutzerverhalten und kannst das “Warum” hinter deinen Metriken aufdecken. Dabei wird jede Mausbewegung und jeder Klick analysiert und daraufhin visualisiert. So erhältst du umfangreiche Informationen, wie deine Nutzer auf deiner Website navigieren, wo es zu Reibungspunkten kommt, was einen Absprung verursacht. Darüber hinaus kannst du erkennen, welche Inhalte deine User am meisten ansprechen. Digital Experience Analytics ermöglicht dir, Website-Fehler, die sich auf das Nutzererlebnis auswirken, zu finden und beseitigen. Oft lässt sich anhand der Mausbewegungen und Klicks sogar ablesen, ob deine Nutzer wütend oder frustriert sind.

Wichtige Erkenntnisse, die Aufschluss über die User Journey geben und aufzeigen, welche Inhalte und welches Nutzerverhalten die meisten Conversions bringen – was deine Website-Analyse immens erweitert.

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Website-Analyse: Fokus auf barrierefreie Webinhalte

Ein wichtiges Thema, das du bei der Website-Analyse im Blick haben solltest: Barrierefreiheit. Für Menschen mit Beeinträchtigungen des Sehvermögens oder mit kognitiven oder körperlichen Beeinträchtigungen sind 70 Prozent des digitalen Contents nicht zugänglich. Neben gesellschaftlichen Gründen sprechen auch wirtschaftliche sowie SEO-Aspekte für die digitale Barrierefreiheit. Darüber hinaus existieren in vielen Ländern entsprechende Gesetze oder Richtlinien. Beispielsweise die „EU-Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen“. Sie wendet die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 an, um sicherzustellen, dass Websites des öffentlichen Sektors „wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust“ sind. Hinter den Guidelines steht das World Wide Web Consortium, das eine Übersicht zu zahlreichen Website-Analyse-Tools bereitstellt. Damit kannst du prüfen, ob deine Seite wichtige Kriterien zur digitalen Barrierefreiheit erfüllt. Hilfreich für deine Website-Analyse ist zudem der Schnell-Check der Web Accessibility Initiative.

Um ein digitales Erlebnis für alle zu ermöglichen, sollte deine Website unter anderem Mindestschriftgrößen, bestimmte Kontrastverhältnisse, verständliche Sprache oder Optionen für Gebärdensprache bei Videoinhalten aufweisen.

Eine Übersicht zum Thema Barrierefreiheit gibt es in unserem Handbuch zur digitalen Barrierefreiheit. Unter anderem findest du hier eine praktische Checkliste.

Fazit zur Website-Analyse

Eine Website-Analyse liefert dir wertvolle Kenntnisse, an welchen Stellen du deine Website verbessern kannst und ob dein Marketing greift. Die Daten aus deinem Website-Analyse-Tool helfen dir unter anderem, die User Experience zu verbessern, die Bounce Rate zu optimieren oder die Conversion Rate zu steigern. Beim Einsatz des Website-Analyse-Tools solltest du allerdings geltende Datenschutzregeln beachten. Zu einer umfangreichen Website-Analyse zählen idealerweise auch Digital Experience Analytics und die Analyse und Tests von barrierefreien Webinhalten.

Ganz wichtig: Mit der Website-Analyse solltest du nie aufhören. Es gibt immer etwas anzupassen und zu optimieren. Erstelle dir am besten einen Analyse-Plan und Kalender, den du systematisch abarbeitest. An deinen Erfolgen wirst du sehen, warum Webanalyse so wichtig ist.

FAQ zur Website-Analyse

Deine Website kannst du mithilfe von Website-Analyse-Tools testen.

Mit Analyse Tools erfährst du, wie deine Website genutzt wird. Unter anderem geben die Tools Auskunft über Verweildauer, Herkunft der Nutzer und Absprünge.

Für eine Webanalyse solltest du zunächst die Ziele deiner Seite klar definieren. Darauf basierend kannst du dann die Schwerpunkte bei der Website-Analyse setzen. Um die Website-Analyse zu starten, installierst du ein Website-Analyse-Tool, wie etwa Google-Analytics. Innerhalb dieses Tools kannst du dir verschiedene Berichte anzeigen lassen, die Auskunft über das Nutzerverhalten geben.